Bad Sauerbrunn


Quelle Bad Sauerbrunn

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© ORF Burgenland, Sendung vom: 18.01.2021

1973 schrieb der in Budapest geborene und damals in Wien lebende Schriftsteller György Sebestyen in seinem Buch „Unterwegs im Burgenland“ sinngemäß „In Sauerbrunn ist immer Sonntag. Ich habe noch keine Ortschaft gesehen, in der jeder Tag derart sonntäglich gewesen wäre.“

Der Aufstieg von Bad Sauerbrunn zum Kurort begann lange bevor der Schriftsteller den Ort bereiste. Damals hätte er wohl einen nicht so beschaulichen Ort vorgefunden. Der Bau der Eisenbahn von Wiener Neustadt nach Sopron brachte einen ersten Gästeansturm. Es war damals schick, in Sauerbrunn zu kuren. 1901 wurde die Gemeinde zum Kurort ernannt und war auch für kurze Zeit Landeshauptstadt. Nach dem zweiten Weltkrieg ging es nur langsam wieder bergauf. Die damalige Paul-Quelle, im Besitz der Domäne Esterhazy, war nicht sehr ergiebig, erst 1967 erbohrte die Gemeinde eine eigene Quelle – das Wasser war wieder gefragt.

Um 1800 ließ Fürst Nikolaus Esterhazy das Wasser analysieren

Ob tatsächlich ein Mönch aus dem Neukloster in Wiener Neustadt, oder ein Hirtenbub aus Pöttsching den Sauerbrunn entdeckt hat, und mit dem Wasser seine Kuh geheilt hat, bleibt wohl im Reich der Legenden. Tatsache ist, dass um 1800 Fürst Nikolaus Esterhazy das Wasser analysieren ließ, und da es sich um Heilwasser gehandelt hat wurde schon 1803 das erste Gasthaus mit neun Fremdenzimmer errichtet.

Menschen holen sich literweise Quellenwasser

Viele Menschen kommen nach Bad Sauerbrunn, um sich Wasser zu holen, einige nehmen sogar mehrere Liter mit und versorgen damit die ganze Familie, erzählt Touristik-Assistentin Evelyn Messner. Das Wasser habe außerdem den höchsten Magnesiumgehalt von ganz Österreich. Zudem ist die Quelle artesisch, es werden keine Pumpen benötigt, um das Wasser an die Oberfläche zu bringen. 2007 wurde für die Genussquelle eröffnet – ein neues Zuhause für die Mineralwasserquelle – aber auch ein Ort der regionalen Genüsse.

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