Bad Sauerbrunn


Quelle Bad Sauerbrunn

Video in Kürze verfügbar.

© ORF Burgenland, Sendung vom: 18.01.2021

»In Sauerbrunn ist immer Sonntag. Ich habe noch keine Ortschaft gesehen, in der jeder Tag derart sonntäglich gewesen wäre«, schreibt 1973 der in Budapest geborene Schriftsteller György Sebestyen.

Die Geschichte des Kurortes begann aber bereits lange bevor Sebestyen den Ort bereiste. Denn der Bau der Bahn 1847 von Wr. Neustadt nach Sopron brachte die ersten Gäste. Durch diese optimale verkehrsmäßige Erschließung des Sauerbrunnens war nun die Entwicklung zum Kur- und Badebetrieb vorprogrammiert. Es war eben schick in Bad Sauerbrunn zu kuren.

Die Quelle selbst wurde allerdings schon viel früher genutzt. So fand man während archäologische Funde, die darauf deuten, dass die Quelle bereits in der mittleren Bronzezeit genutzt wurde. Ob die Heilwirkung damals schon eine Rolle gespielt hat, ist allerdings nicht bekannt.

Wer den Sauerbrunnen entdeckt hat, ein Mönch aus Wr. Neustadt, oder ein Hirtenbub aus Pöttsching, bleibt im Reich der Legenden. Tatsache ist aber, dass Fürst Nikolaus Esterházy die Quelle um 1800 analysieren lies, um dann festzustellen, dass es sich tatsächlich um Heilwasser handle. So entstanden bereits 1803 die ersten Fremdenzimmer.

1901 wird Bad Sauerbrunn zum Kurort ernannt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es allerdings nur langsam bergauf. Hinzu kam, dass die Paulquelle, die unter esterházyschem Besitz stand, nicht sehr ausgiebig war. So bohrte die Gemeinde 1967 eine eigene Quelle. Von da an ging es wieder bergauf. Zudem ist die neu gebohrte Quelle artesisch, was bedeutet, dass keine Pumpe benötigt wird, um das Wasser an die Oberfläche zu bringen.

2007 bekam die Heilquelle noch ein neues Zuhause – die Genussquelle wurde eröffnet.

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