Das OHO in Oberwart


Das OHO in Oberwart

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© ORF Burgenland, Sendung vom: 01.04.2021

 

In unserer Serie „100 Jahre Burgenland – 100 Plätze“ besuchen wir diesmal das Offene Haus in Oberwart. Seit mehr als 30 Jahren ist das OHO ein autonomes Kulturzentrum, das gern auch sperrige Themen aufgreift – kompromisslos und politisch engagiert.

Der Anfang war gelinde gesagt schwierig. Vor der Gründung des OHO im Jahr 1989 ist das Gebäude in der Lisztgasse ein Jugendhaus und in der Bevölkerung als Drogenbude verschrien. Das OHO stieß damals auf Argwohn und Misstrauen, auch weil sich die Verantwortlichen von Anfang an für gesellschaftliche Randgruppen einsetzen. Ein Bespiel: die Roma gründeten im OHO ihren ersten Verein und veranstalteten dort den ersten Roma-Ball.

Qualität statt Quote

In erster Linie aber war und ist das OHO ein Haus der Kunst. Das Programm sei der Qualität und nicht der Quote verpflichtet, sagte OHO-Obmann Wolfgang Horwath. „In der ganzen Entwicklung gab es dann schon einige Phasen, wo das Publikum nicht so gekommen ist. Man braucht ja immer Quote – und das war dann schon auch ein Problem. Man hat dann also versucht mit populäreren Dingen zu spekulieren. Aber dafür war das Haus dann wieder zu klein. Das heißt: Es kann nur klein, aber OHO bleiben“, so Horwath.

Bessere finanzielle Absicherung als am Anfang

Autorinnen und Schriftstelle wie Katharina Tiwald und Peter Wagner realisieren im OHO Uraufführungen ihrer Werke. Auch bildende Künstler und Musiker finden optimale Bedingungen vor.

2014 wurde das OHO mit dem Österreichischen Staatspreis für zeitgenössische Kunst ausgezeichnet. Finanziert wird das OHO von Bund, Land und Stadtgemeinde. Anders als in der Anfangszeit sei es nun einigermaßen abgesichert, so Wolfgang Horwath. Geld könne man nie genug haben, das sei ja auch bei den Reichen so, wenn man sie Frage. „Es schaut wesentlich besser aus, als am Anfang. Da haben wir ja überhaupt kein Geld gehabt – und haben trotzdem Programm gemacht“, sagte Horwath.

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