Der Neusiedler See


Der Neusiedler See

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© ORF Burgenland, Sendung vom: 11.02.2021

Der Neusiedler See

Das Burgenland und der Neusiedler See sind untrennbar miteinander verbunden. Liebevoll auch das „Meer der Wiener“ genannt, zählt der See zu den bekanntesten und beliebtesten Plätzen des Landes.

Der Neusiedler See nimmt viele Rollen ein: Der See ist Erholungsgebiet, Freizeitparadies, Naturschutzgebiet aber auch ein Wirtschaftsfaktor. Seit den 1970er Jahren hat sich der Tourismus rund um den See rasant entwickelt. Die Begehrlichkeiten sind groß. Das Naturjuwel zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Österreichs, aber das heikle Ökosystem ist bedroht. Groß ist die Angst, der See könnte, wie schon in der Vergangenheit passiert, wieder austrocknen.

Vor 13.000 Jahren entstanden

Der Neusiedler See existiert seit rund 13.000 Jahren. Gebildet hatte er sich in der vom Urmeer zurückgelassenen pannonischen Tiefebene. Ohne wesentliche Zuflüsse ist sein Wasserstand von Niederschlägen abhängig – fatal in Zeiten des Klimawandels.

„Wir müssen davon ausgehen, dass die Temperaturen steigen, wir müssen davon ausgehen, dass die Verdunstung zunehmen wird und die Niederschläge werden nicht mehr werden“, so der Wissenschaftler Alois Herzig.

Wie so oft versucht der Mensch regulierend einzugreifen. Wasser künstlich in den See zu leiten, wäre eine Möglichkeit. Ob das ökologisch vertretbar ist, wird derzeit untersucht. Bedroht sehe er den See nicht, sagt Herzig, „wenn alle Nutzer mit der nötigen Sorgfalt vorgehen“. Wegen der zunehmenden Erwärmung der Wassertemperatur werden sich die Organismen umstellen müssen. Manche könnten das besser, manche schlechter, es werde einige Verlierer und einige Gewinner in diesem System geben, sagt Herzig.

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