Der Steinbruch in Sankt Margarethen


Der Steinbruch in Sankt Margarethen

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© ORF Burgenland, Sendung vom: 05.07.2021

 

Der Steinbruch von Sankt Margarethen (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) ist ständiger Veränderung unterworfen. Noch immer wird der Kalkstein abgebaut und jeden Sommer ändert die Bühne im Steinbruch ihr Gesicht bei den Opernfestspielen.

Kein Stein bleibt auf dem anderen in einem Steinbruch – seit Jahrhunderten werden die Blöcke aus den Kalksteinwänden geholt. Wo heute die Zuschauer den Opernsängern zujubeln, wohnten bis 1945 die Steinmetze in unmittelbarer Nähe zum Arbeitsplatz – mehr als hundert Jahre lang. Seit Jahrhunderten wird im Steinbruch gearbeitet, aber auch die Kultur hielt vor Jahrzehnten hier Einzug – die Opernfestspiele wurden ein fixer Bestandteil der Sommerfestspiele in Österreich. „Wir haben heuer das 25. Jahr der Oper im Steinbruch. Es hat 1996 damals begonnen, Wolfgang Werner hat das gestartet – Nabucco war die erste Aufführung“, so der Geschäftsführer des Steinbruchs Karl Wessely.

Beeindruckende Kulisse

Die Bühne in dieser Kulisse beeindruckt immer wieder. „Es ist die größte Naturbühne Europas – sie hat 1.500 Quadratmeter, ist 70 Meter lang, hat eine Tiefe von 22 Metern und wir haben auch schon Bühnenbilder mit 20 bis 25 Metern hier gebaut und das ist dann für das Publikum schon sehr sehr beeindruckend“, sagte Wessely.

Als Bühne wird der Steinbruch seit 1961 genutzt – nach einer Idee des Bildhauers Karl Prantl wurde der Bruch zur Bühne – für die Passionsspiele, die es seit 1926 gibt – so wurde die Bühne aus Stein geboren.

Prantl gründete Bildhauersymposion

2021 mussten die Passionsspiele erstmals wegen Covid-19 abgesagt werden, 2022 soll wieder gespielt werden – auf der sogenannten Ruffini Bühne. Karl Prantl gründete Ende der Neunzehnhundertfünfziger Jahre ein Bildhauersymposion. Die Werke, die Steine, sind auch heute noch teilweise sichtbar.

„Das Gelände hat eine sehr große Bedeutung. Es war das erste Bildhauersymposion weltweit, hier haben 110 Künstler 160 Werke geschaffen – 60 stehen noch hier. Gewohnt hat man in einem Bildhauerhaus, das in Zukunft sehr stark für Kulturveranstaltungen genutzt werden wird“, so Wessely. Der Steinbruch ist der Teil des Ruster Hügellandes. Er ist einer schnellen, ständigen Veränderung unterworfen.

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