Luising


Luising

Video in Kürze verfügbar.

© ORF Burgenland, Sendung vom: 07.01.2021

Das Burgenland ist 100, doch Luising feiert erst seinen 98. Geburtstag. Der kleine burgenländische Ort wurde nämlich erst am 10. Jänner 1923 dem Burgenland zugesprochen.

Das war für die Bewohner ziemlich bitter. Denn die für Luising zuständige Kirche, die Schule und der Friedhof lagen fortan in Hagensdorf. Die beiden Orte waren eigentlich ein zusammengewachsener Lebensraum.

Die Luisinger traf dies auch wirtschaftlich, denn viele von ihnen hatten Grundstücke in Hagensdorf und auch umgekehrt. Zudem waren die Bewohner deutschsprachig, da sie ursprünglich aus Schwaben stammten.

Die Luisinger Bürger machten so lange Druck, bis die Grenzkomission Ende 1922 das Dorf ein weiteres Mal unter die Lupe nahm. Natürlich wollte Ungarn aber nicht auf diese Stück Land verzichten, also schickte es ungarisch Sprechende in das Dorf, um die Kommission zu täuschen. Dieser konnten jedoch zu wenig irreführen und so kam es, dass eben am 10. Jänner 1923 das Dokument unterschrieben wurde, dass die Gemeinde Luising zu Burgenland gehört.

Die einzige ungarische Spur, die man noch findet, ist ein Kreuz, das am südlichen Ortsende aufgestellt ist, denn dort ist noch der ungarische Ortsname vermerkt – nämlich Lovászad.

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