Schloss Deutschkreutz


Schloss Deutschkreutz

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© ORF Burgenland, Sendung vom: 01.02.2021

Schloss Deutschkreutz

Vor 55 Jahren hat der international renommierte Maler Anton Lehmden das Schloss Deutschkreutz entdeckt. Damals war es zum Teil sehr baufällig. Anton Lehmden übernahm das riesige Gebäude von der Gemeinde Deutschkreutz und rettete es vor dem Verfall.

Ein Schloss, wie aus einem Wintermärchen – eingebettet in die verschneite Landschaft des Mittelburgenlandes. Es war der ungarische Graf Paul Nadasdy, der 1625 das Schloss im Stil der italienischen Renaissace erbauen ließ. Einst Herrschaftssitz, Kastell und Wirtschaftshof, sogar mit eigener Buchdruckerei und Theater, fiel das Schloss nach Nadasdys Enthauptung an das Fürstenhaus Esterhazy. Im Zweiten Weltkrieg wurde es schwer in Mitleidenschaft gezogen. 1960 wollte Felix Austria in den Kellergewölben eine Championzucht betreiben – das Experiment scheiterte, bis schließlich Anton Lehmden 1966 das Schloss erwarb.

Lehmdens zweites Lebenswerk

Das Schloss war, neben der Malerei, das zweite Lebenswerk des Künstlers, bestätigte Tochter Barbara. „Er hat damals einfach nur ein Atelierhaus zum Malen. Hat bei seinem Bekannten damals als junger Mann deponiert, dass er etwas sucht, vielleicht im Burgenland, vielleicht mit zwei, drei Arkaden. Eines Tages ruft ihn dann der Alfred Schmeller an, der damals Landeskonservator vom Burgenland vom Denkmalamt und gesagt: ’Anton, du suchst doch Arkaden, da habe ich einen Haufen für dich, Schloss Deutschkreutz wird verkauft.“

Sommerakademie soll es wieder geben

Noch zu Lebzeiten Lehmdens fanden Sommerakademien statt – das soll es auch in Zukunft wieder geben. „Es soll genau im Sinne des Vaters weitergehen, das Lehmden Museum, immerhin im Burgenland das einzige Museum im Burgenland eines Künstlers mit internationalem Rang.“ Auch Veranstaltungen soll es weiterhin geben.

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