stillleben.



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Ausstellungseröffnung von Birgit Sauer

Die Ausstellung „stillleben.“ von Birgit Sauer wurde gestern im feierlichen Rahmen eröffnet. Mag. Theresia Gabriel, Ausstellungsleiterin der Kultur-Betriebe Burgenland sprach Begrüßungsworte an die zahlreich erschienenen Gäste. Birgit Sauer erzählte im Gespräch mit Dr. Günter Unger über ihre Werke, ihre Beweggründe und „das Rund“, welches sie als bevorzugtes Bildformat verwendet. Nach Dankesworten der Künstlerin Birgit Sauer an Freunde und Familie eröffnete Bundesrat Günter Kovacs die Ausstellung.

 

Schweigen über nur unzulänglich Aussagbares wird bei Birgit Sauer zur Sprache, die die äußersten Ränder herkömmlicher Worte zum Klingen bringt. Biografische Gewebeschichten werden freigelegt und in radikaler Lautlosigkeit zu neuen Kontexten verwoben. Anlässlich „100 Jahre Burgenland“ widmet sich die Ausstellung „stillleben.“ den neuesten Werken der burgenländischen Künstlerin.

Bereits Gelebtes, auch am Leben Vorbeigelebtes, wird von Birgit Sauer rückwirkend in Besitz genommen. Ihre Eroberungsmethode ist die verwischt wirkende Unschärfe, die den Realismus biografischer Vorlagen verfremdet, uns gesellschaftliche Muster und deren Durchbrechung in einer Vieldeutigkeit zeigt, die ein eindeutiges Urteil nicht zulässt. Dennoch ist Sauer eine um Wahrheit ringende Advokatin, wenngleich mit verschlossenem Mund. Eine mythologische Dea Tacita, die malerisch Schicht um Schicht, mechanisch Prozess um Prozess aufbringt, um jenseits des Ereignishorizonts Dinge ins Lot und, wie die alten Römer beteten, Wahrheit ans Licht zu bringen.

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