aus dem Burgenland

Buchtipps

Zugegeben, sowas wie einen Haydn oder einen Liszt hat das Burgenland auf dem Gebiet der Literatur nicht hervorgebracht. Kein Genie von Weltruhm. Aber die Burgenländische Landesbibliothek hat mehr als 120.000 Bücher und da sind schon einige dabei, deren Lektüre sich lohnt. 120.000 sind nicht wenig, da hat man schon was zum Aussuchen.

Das Aussuchen wollen wir hier aber ein bisschen leichter machen, und darum stellen wir hier vor:

Bücher, die sich mit der hundertjährigen Geschichte des Burgenlandes befassen,

Bücher, aus denen man Essentielles über das Burgenland und über das „Burgenländisch-Sein“ herauslesen kann, und

Bücher, die ganz einfach für das Burgenland von Bedeutung sind.

Die meisten davon sind auch von Burgenländer/innen geschrieben worden, denn es gibt viele lesenswerte Autor/innen bei uns. Es werden auch immer mehr. Obwohl: Sowas wie einen Haydn oder einen Liszt hat das Burgenland auf dem Gebiet der Literatur nicht hervorgebracht. Noch nicht!

Viel Freude beim Lesen wünscht jedenfalls

 

Jakob Michael Perschy

Landesbibliothek Burgenland

Alle gelisteten Bücher sind in der Landesbibliothek entlehnbar und über den Buchhandel zu beziehen.



KriegsROMAn – Katharina Janoska

Um die eigene Geschichte erzählen zu können, muss man mit der Vergangenheit beginnen. Katharina Janoska erzählt von ihren Großvätern und schildert deren Schicksale im II. Weltkrieg, die unterschiedlicher nicht hätten verlaufen können. Bu & Bu, 2019

 

 


Das Leben lebt sich, bis es aus ist – Gerd Kramer

Älter werden. Resignieren oder alte Träume neu träumen? Sich verlieren? Wieder finden? Neu erfinden? Die Krise in der Mitte des Lebens in südburgenländischem Stil. Südburgenländischer Stil? Na ja, diese charmante Mischung aus Pathos und Ironie! Lex Liszt 2019


Aufbrechen – Katrin Bernhardt

Aufbrechen: In die Ferne, in die Zukunft, zu neuen Ufern. Aufbrechen: Überkommene Denkmuster, traditionelle Strukturen, öde Gewohnheiten. Katrin Bernhardt zählt zweifellos zu den bemerkenswertesten Lyrikerinnen des Landes. Bemerken wir sie! Lex Liszt 2020


Pannonien. Archipel – Klaus-Jürgen Bauer

Erscheint uns das Burgenland als eine Insel? Manchmal schon. Dann aber doch eingebettet in einen Archipel, den Archipel Pannonien. Kulturhistorische Fundamente, Querverbindungen und Verstrebungen innerhalb dieses Archipels zeigt dieses kluge Buch des Eisenstädter Architekten und Architekturtheoretikers Klaus-Jürgen Bauer auf. Lex Liszt 2007


Urlaub ahoi – Corinna Antelmann / Nadine Kappacher

Was unser Burgenland so alles hervorbringt: Zum Beispiel Künstlerinnen, die wunderwunderbare Kinderbücher wunderwunderbar illustrieren! Im vorliegenden Fall wird das Nicht-in den-Urlaub-fahren-können zu einer Phantasiereise, wort- und eben auch bildmächtig erzählt. Tyrolia 2020


Halt den Mund, sagte Mutter und dann starb sie – Jutta Treiber

Wir kennen und lieben Jutta Treiber als Autorin von Kinder- und Jugendbüchern. Vor lauter Kennen und lauter Liebe lief sie Gefahr in eine dahingend etikettierte Schublade gesteckt zu weredn. Das wollte sie nicht unbedingt, aber bitte. Doch es gibt ja den Roman für Erwachsene von Jutta Treiber.

Ja, diesen hier. Großartig! Lex Liszt 2018


111 Orte im Burgenland, die man gesehen haben muss – Gerd Wolfgang Sievers

Reiseführer sind nur in den seltensten Fällen für Einheimische interessant. Aus diesem hier können auch die gestandensten Burgenländer/innen noch was lernen! Emons 2018


Wir – Judith Kohlenberger

„Wir“: Ein Paar, eine Clique, eine Famile, eine Nation? Und brauchen wir das, dieses „Wir-Gefühl“, und was fangen wir damit an? Wie lässt sich das „Wir“ instrumentalisieren? Und kann man dem „Wir“ auch den Rücken kehren?  Antworten darauf von einer aus dem Burgenland stammenden Politologin. Kremayr & Scheriau 2021


Die Wittmann-Chronik - Luif Georg / Steiger Wolfgang

Mattersdorf und die große Welt: Der "Marckt Notarius" Jakob Wittmann notiert zwischen 1800 und 1825 akribisch, was in und um das heutige Mattersburg passiert, aber auch was aus dem Weltgeschehen zu ihm vordringt - eine alte Chronik als Tor zu einer Zeitreise. Burgenländische Forschungen 2019



Weinbräuche in Österreich – Johann Werfring

Wenn’s um ganz besondere Säfte geht, dann kommt nach dem Blut gleich der Wein. Sowohl seine Produktion als auch seine Konsumation ist eng mit vielfältigem Brauchtum und verschiedensten Ritualen verbunden. Das Buch zu diesem Thema wollte und musste natürlich von einem Burgenländer geschrieben sein! Lex Liszt 2021


Der erste Stein aus der Berliner Mauer – Das paneuropäische Picknick 1989 – Stefan Karner / Philipp Lesiak

Der 19. August 1989, der Tag an dem im Burgenland die Weltgeschichte zu Besuch war. Seine verästelte Vorgeschichte, seine vielfältigen Nachwehen. Aufgearbeitet von zwölf namhaften Historiker:innen aus österreichischer, ungarischer und internationaler Sicht. Leykam 2019


Zigeuner. Roma. Menschen – Erich Maria Schneller

Die Lebensberichte elf burgenländischer Roma, aufgezeichnet von einem Journalisten, der seine Arbeit immer als Beitrag zur Zeitgeschichte verstanden hat. Ein Buch, das bleiben wird. Ein burgenländisches Buch, das wichtig bleiben wird. Lex Liszt 2013


Das Leithagebirge – Brigitte Krizsanits / Manfred Horvath

Überraschende Perspektiven und faszinierende Blickwinkel auf diese von unten so harmlosen Hügel: Das Leithagebirge als Natur- und Kulturraum in wunderschönen, spannenden und ansprechenden Texten und Bildern. Bibliothek der Provinz 2015


Hianungraud – Gerhard Altmann

Gedichte in burgenländischer Mundart, übersetzt in Kroatisch, Romanes und Ungarisch: Hier ist er in bester Kondition, der Geist des Burgenlandes! Lex Liszt 2001


Der Präsident – Clemens Berger

Ein burgenländischer Auswanderer als Double des amerikanischen Präsidenten: Ein auf Tatsachen beruhender Roman um Sein und Schein. Residenz 2020

 


So gewaltig ist nichts wie Angst – Stefan Horvath

Texte aus zwei Jahrzehnten aus der Lebenswelt des preisgekrönten Autors und Zeitzeugen aus der Oberwarter Roma-Siedlung: "So lange die Toten mit mir reden, werde ich immer meine Stimme erheben." Lex Liszt 2017


Vom Fluss der Zeit – Elke Kallinger

Familiengeschichte(n) aus dem Pinkatal: Die Germanistin und Historikerin Elke Kallinger verwebt Erlebtes und Dokumentarisches zu einem Erzählteppich, aus dessen Mustern sich eine burgenländische Identität herauslesen lässt. Eigenverlag 2020


Der Goldfisch ist unschuldig – Tanja Fabsits

Bereits preisgekrönt ist diese facettenreiche Geschichte von Henri und seinem Papa auf dem Sofa, dem samt seinem Glas aus dem Fenster geschmissenen Goldfisch, von der Pechmarie und dem Hausmeister Montesanto: Das Buch der gebürtigen Südburgenländerin ist eines von 200 weltweit(!) in den Empfehlungskatalog der „Internationalen Jugendbibliothek“ aufgenommenen! Tyrolia 2018


Über das Licht gedreht – Elke Steiner

Es geht (auch) um Realitätsverweigerung in diesem subtilen Roman. Dass er im Burgenland (noch) nicht mehr von sich reden gemacht hat, grenzt ebenfalls an eine solche. Das soll sich ändern! Keiper 2018

111 Orte rund um den Neusiedler See, die man gesehen haben muss – Bernadette Németh

Sie kennen die Region um den Neusiedler See wie Ihre Westentasche? Werfen Sie einen Blick in dieses Buch ­– und Sie werden schauen! Emons 2021 (soeben erschienen)


Nikitsch / Filež – leben und lieben an der Grenze – Rudolf Karazman

Ein Buch über ein kleines Dorf – und ein ganz großer Wurf! Ungern verwende ich den Begriff ‚Pflichtlektüre‘, dieses Mal muss es sein: Pflichtlektüre für uns Burgenländer:innen und für alle, die uns endlich kapieren wollen. Zweisprachig und mit Musik. Lex Liszt 2021


Portrait – Jürgen Bauer

Drei ihm nahestehende Personen entwerfen in diesem subtilen Roman erzählend das Bild eines Menschen. Worüber wir sprechn, wenn wir von anderen sprechen: Vielleicht in erste Linie von uns selbst? Septime 2020


Das Beste von den Burgenländischen Hochzeitsbäckerinnen –  Bernhard Wieser und Michael Rathmayer

Tradition und Volkskultur kann so süß sein! Weitere Kommentare erübrigen sich, Zuckerschockwarnungen allerdings nicht! Pichler 2019


Außerdem bereits empfohlen:

 

Ana Schoretits – Zadnji hrvatski Mohikanac / Pannoniens letzter Mohikaner

Theodora Bauer – Chikago

Katharina Janoska – Rebstock

Michaela Frühstück – Missis Karlovits überfährt den Po

Junge Literatur Burgenland

Gerald Schlag – Aus Trümmern geboren

Evelyn Lorenz – Das neunte Land

Heinz Janisch– Das versteckte Gold – Ein Fall für Jaromir

Helmut Stefan Milletich – 1921 – Familientreffen

Jakob Michael Perschy – Hundert Wörter Burgenländisch

Wolfgang Bachkönig – Ungarnaufstand 1956

Gerhard Baumgartner – Einfach weg! Verschwundene Romasiedlungen im Burgenland

Michaela Frühstück – Teta Jelka überfährt ein Hendl

Max Stiegl – Mein Pannonien

Wolfgang Millendorfer – Kein Platz in der Stadt

Petra Piuk – Toni und Moni

Michael Hess – Braver Beamter

Katharina Köller – Was ich im Wasser sah

Helene Flöss – Brüchige Ufer

Thomas Himmelbauer – Tod im Zickenwald

Katharina Tiwald – Macbeth Melania

Herbert Brettl – "... verzeiht mir, dass ich euch nicht schon früher geschrieben habe."

Emmerich Koller – Über die Grenzen. Lebensreise eines deutsch-westungarischen Emigranten

Peter Wagner – Die Burgenbürger

Barbara Zeman – Immerjahn

Sebastian Janata – Die Ambassadorin

Andreas Lehner, Paul Mühlbauer, Fritz Pomm – 100 Jahre Burgenland durch die Augen der Resl-Tant

Raimund Keinrath – Mordbuben. Ein Geschriebenstein-Krimi 

Siegmund Kleinl – Das jüngste Land. Eine Burgenland-Trilogie

Thomas Stipsits – Kopftuchmafia

Günter Unger – Hunnen sterben anders

Karin Ivancsics – Aus einem Strich die Landschaft

 

 

 

 

 


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