Heidebodenstadion Parndorf


Heidebodenstadion Parndorf

© ORF Burgenland, Sendung vom: 04.11.2021

Fußball verbindet Menschen, auch im Heidebodenstadion in Parndorf – es steht stellvertretend für die Entwicklung des Fußballsports im Burgenland. Der erste Fußballmeister des Landes war der SC Sturm Parndorf und auch der erste Präsident des burgenländischen Fußballverbandes war Parndorfer.

1919 wurde der Parndorfer Sportclub gegründet – als einer der ersten im Burgenland. Der Parndorfer Obmann Josef Cekal war Mitbegründer des BFV 1924. Die Parndorfer wurden erster Landesmeister. Gespielt wurde in regionalen Gruppen, der Meister wurde in einem Endspiel ermittelt.

Staubig mit Maschenzaun

Das heutige Heidebodenstadion war viele Jahrzehnte ein Sportplatz, wie jeder andere im Burgenland. „Ich kann mich noch erinnern, als ich ein Kind war und genau auf diesem Feld gestanden bin, wo ein Maschenzaun gewesen ist, wo es staubtrocken war“, so der ehemalige Obmann des Vereins und heutige ÖFB-Präsident Gerhard Milletich. „Es gab keine Bewässerung logischerweise, es hat sehr viel gestaubt beim Spiel, das sind Erinnerungen, die aufgrund meines Alters auch schon lange her sind. Aber die Entwicklung kann man in Parndorf ganz genau betrachten, wenn man sich überlegt, wie das damals war, wie sich die Spieler umgezogen haben. Es gab überhaupt keine Infrastruktur und wenn man sich Parndorf anschaut, dann sieht man die Weiterentwicklung.“

Künstliches ist nicht von Bestand

Das Stadion in Parndorf steht für die kontinuierliche Entwicklung auch des Fußballsports im Burgenland. Erst Ende der 1960er-Jahre bekam das Burgenland mit dem SC Eisenstadt einen Bundesligaverein, den es heute nicht mehr gibt, mit Mattersburg in den 2000ern noch einen, den es heute nicht mehr gibt. Heute gibt es nur noch den SC Neusiedl am See, der in den 1980er Jahren zwei Saisonen in der obersten Liga mitspielen durfte. Im Moment ist der Fußball im Burgenland nur regionalligatauglich, also drittklassig. Nur drei Klubs haben bisher den Aufstieg in die höchste Klasse – die Bundesliga – geschafft. „Ich glaub, das liegt natürlich auch an den Gemeinden, wir haben keine großen Städte im Burgenland. Ich sage Linz, Graz, Wien sowieso – da können wir nicht mithalten, und wenn man etwas künstlich macht, hat man leider erkennen müssen, dass das nicht von Bestand ist“, so Milletich.

Parndorf selbst hat es bis in die zweithöchste Spielklasse geschafft und spielt aktuell in der Burgenlandliga um den Aufstieg. Aus dem Parndorfer Sportplatz ist seit 1992 sukzessive das heutige Stadion samt Trainingsplätzen und rund 5.000 Zuschauerplätzen entstanden.

zu 100 Jahre – 100 Plätze


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