Wien


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© ORF Burgenland, Sendung vom: 20.12.2021

Anlässlich 100 Jahre Burgenland haben wir ihnen 100 Plätze vorgestellt, die aus historischen, wirtschaftlichen oder sonstigen Gründen für das Burgenland von Bedeutung sind. Den Abschluss der 100 Plätze bildet die Bundeshauptstadt Wien, die große Bedeutung für das Burgenland hat.

Die Nähe der Bundeshauptstadt Wien hat schon immer das Verhältnis zum Burgenland geprägt. Als Arbeitsplatz, Wohnstätte und als Universitätsstadt war und ist Wien für viele Burgenländerinnen und Burgenländer eine zweite Heimat. 1997 feierte das Forum burgenländischer Wanderarbeiter sein 30-jähriges Jubiläum mit einem Tanzabend in Wien. Es war wohl meistens die Suche nach einem Arbeitsplatz, die für viele Burgenländer Wien zur zweiten Heimat werden ließ. Die wirtschaftliche Entwicklung des Burgenlandes hat das mittlerweile relativiert.

„Ich sehe die Entwicklung des Burgenlandes extrem positiv, nicht nur in den 24 Jahren meiner Tätigkeit als Bürgermeister und Landeshauptmann in Wien – schon seit mehr als 50 Jahren sehe ich es. Da kann ich nur sagen – es ist eigentlich fantastisch. Vom ehemaligen Armenhaus Österreichs – wenn man das so sagen kann – hat sich das Burgenland heute zu einem absolut vollwertigen, auf gleicher Augenhöhe befindlichen Bundesland entwickelt – was man nicht nur in der Verkehrsinfrastruktur sieht, sondern generell auch in der Kultur, der Lebensqualität und der wirtschaftlichen Entwicklung“, so Häupl.

Gutes Verhältnis zwischen Wien und dem Burgenland

Der Christbaum vor dem Rathaus in Wien kommt heuer, anlässlich 100 Jahre Burgenland, aus Wiesen. Bei seiner Ankunft wurde er nicht gerade mit Lob überschüttet. Dem guten Verhältnis zwischen den beiden Bundesländern tat das aber keinen Abbruch – Burgenländischer Christbaum am Rathausplatz und in Wiener Christbaum ist Burgenländer.

„Wien, denke ich, hat zu allen Bundesländern ein positives Verhältnis – umgekehrt habe ich nicht immer den Eindruck, was ein bisschen damit zusammenhängt – ich kann das als geborener Niederösterreicher sagen – dass man in den Bundesländern manchmal, den spezifischen Wiener Schmäh, nicht ganz so lustig findet. Ich verstehe es bis zu einem gewissen Grad. Ich würde das Verhältnis zwischen Wien und dem Burgenland als sehr gut bezeichnen“, so Häupl.

Das dürfte wohl mit ein Grund sein, warum auch immer mehr Städter die Ruhe auf dem Land genießen. „Wenn man sagt, Wien ist gemütlich – im Vergleich zu New York oder London – dann verstehe ich das. Aber das Burgenland ist etwas, wo man seine Psyche ausruhen und sich wieder auf sich selbst konzentrieren kann. Die Leute sind reizend“, meinte Häupl. Er wünsche dem Burgenland alles Gute – und dass es in den nächsten 50 Jahren in einer ähnlichen Entwicklung voranschreiten könne: „Dann kann ich nur sagen, da können sich andere Bundesländer anhalten“, so der ehemalige Wiener Bürgermeister.

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